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Hintergrundwissen

Primzahlzwillinge

Wir wissen seit über 2000 Jahren, dass es unendlich viele Primzahlen gibt. Es wird vermutet, dass es auch unendlich viele Primzahlzwillinge gibt. Leider ist dies bis heute weder bewiesen noch widerlegt.

Sei pk die k-te Primzahl, dann definieren wir die Folge der suksessiven Primzahldifferenzen durch: dk = pk+1 - pk. Also (dk)k = 1, 2, 2, 4, 2, 4, 2, ...

Definition (Primzahlzwilling): Ein Primzahlpaar (pk+1,pk) heisst Primzahlzwilling <=> dk=2

Beispiele: (2,3), (5,7), (11,13), (17,19), ...

Der grösste bekannte Primzahlzwilling wurde im Januar 2007 gefunden, hat 58711 Stellen und lautet:

2003663613*2^195000 - 1  

[Quelle: http://primes.utm.edu/ ]

BRUN zeigte 1919 das interessante Ergebnis, dass die Summe der reziproken Primzahlzwillinge konvergiert. Wir erinnern uns, dass die Summe 1/p divergiert.

B2 = (1/3 + 1/5) + (1/5 + 1/7) + (1/11 + 1/13) + ....

Den Grenzwert nennt man die BRUNsche Konstante. NICELY veröffentlichte 2000 den Wert:

B2 = 1,90216 05823 +- 10-10

[Quelle: MathWorld: Brun's Constant ]

Anzahl der Primzahlzwillinge: die Werte wurden von BRENT (1976) bis 10^11, von NICELY bis 10^14 berechnet. Es sei pi2(x):= die Anzahl der Primzahlzwillinge kleiner oder gleich x aus IR, pi(x):= die Anzahl der Primzahlen kleiner oder gleich x.

 10^n pi2(10^n) pi(10^n) 
124
2825
335168
42051229
512249592
6816978498
758980664579
84403125761455
9342450650847534
1027412679455052511
112243760484118054813
12187058522037607912018
1315834664872346065536839
141357803216653204941750802
15117720924230429844570422669
1610304185697298279238341033925